Astronomie und Astrophysik

Neue Erkenntnisse, die aus dem Bereich der Astronomie und der Astrophysik gewonnen werden, spielen oft auch für das Leben auf der Erde eine große Rolle. Durch den Einsatz von Hightech-Geräten werden immer wieder neue Forschungsergebnisse erzielt. Zudem zeigt die Erforschung von Exoplaneten interessante Ergebnisse.

Der Sonnenwind

Sonnenwinde sind Ströme aus ionisierten Teilchen, die von der Sonnenoberfläche emittiert werden. Zumeist geschieht dies im Rahmen von Sonnenprotuberanzen oder im Extremfall bei koronalen Masseauswürfen. Der Sonnenwind beeinflusst die Umlaufbahn von künstlichen Satelliten und kann die Kommunikation auf der Erde empfindlich stören. Bei einem koronalen Masseauswurf, der direkt auf die Erde gerichtet ist, kann es sogar zur Zerstörung von Überlandleitungen oder Geräten, die über einen Mikrochip verfügen, kommen.

Nun haben Wissenschaftler in den USA ein Verfahren entwickelt, das dazu dient, das Magnetfeld der Sonne zu simulieren. Dies geschieht in einer speziellen Plasmakammer. Die kugelförmige Plasmakammer befindet sich an der Universität in Wisconsin und hat einen Durchmesser von drei Metern. In diese Kammer wird Helium eingeleitet, das mit 400 Volt unter Spannung gesetzt wird, wodurch ein Plasma entsteht. In der Mitte der Kammer befindet sich ein starker Magnet, der das Magnetfeld der Sonne imitiert. Der Magnet wird mithilfe von Starkstrom in Rotation versetzt und erzeugt damit Plasmaspiralen, ähnlich wie auf der Sonne. Mit dieser Konstruktion können Plasmaausbrüche beobachtet werden.

Verdampftes Eisen

Im Bereich der Erforschung von Exoplaneten haben Wissenschaftler nun einen neuen Planeten untersucht. Dieser schleudert heißes, verdampftes Eisen weit in den Weltraum hinaus. Der Exoplanet befindet sich in rund 900 Lichtjahren Entfernung von der Erde und rotiert in relativ geringem Abstand zu seinem Mutterstern. Deshalb heizt sich die Planetenoberfläche auf rund 2.500 Grad Celsius auf, was dazu führt, dass Eisen verdampft. Der Planet trägt den wissenschaftlichen Namen Jupiter WASP-121b und wird auch als superheißer Jupiter bezeichnet. Mittlerweile hat man herausgefunden, dass diese Art von Planeten in fremden Sonnensystemen keine Seltenheit darstellen.